Faszientraining – Welche Faszienrolle ist die richtige für mich?

Wir haben schon vor längerer Zeit einen Artikel über das Faszientraining geschrieben und uns damit beschäftigt, warum Faszientraining so wichtig ist. Da Faszientraining, aber für sehr viele Sportis nicht mehr weg zu denken ist, möchte ich nun genauer auf die Themen Faszien, Faszienrollen und Faszientraining eingehen.

In diesem Artikel geht es erstmal um eine kleine Wiederholung, was Faszientraining ist bzw. was Faszien überhaupt sind und über die verschiedenen Rollen, die es mittlerweile auf dem Markt gibt!

Was sind Faszien?

Die sogenannten Faszien bezeichnet man auch als menschliches kollagenes Bindegewebsnetzwerk. Man kann sich diese als netzartige Struktur vorstellen, die dem ganzen Körper Halt, Form und Elastizität geben. Das umfassende Faszien-Netzwerk durchzieht den ganzen Körper von hinten nach vorne und von oben bis unten. Dieses liegt wie ein feiner Ganzkörperanzug direkt unter der Haut und ist leicht verschiebbar. Neben den feinen gibt es auch die festen Faszien, die unter anderem für Stabilität der Organe etc. sorgen (Organumschließende Faszien). Ein gesundes Bindegewebe ist fest und elastisch zugleich. Es zeichnet sich durch seine Biegsamkeit und Reißfestigkeit aus.

Was bewirkt das Faszientraining und warum ist es wichtig?

Durch schlechtes Bindegewebe (verfilzte Faszien) fühlen wir uns steif und unbeweglich. Muskelverspannungen plagen uns und die Alterssteifheit tritt ein. Adhärente Faszien sind nicht nur schlecht für die Muskulatur, sondern auch für die Gelenke, Bandscheiben und Sehnenbelastbarkeit. Regelmäßiges Faszientraining steigert die Belastbarkeit der Sehnen, Bänder und der Muskulatur. Schmerzhafte Reibungen der Gelenke, zum Beispiel der Bandscheibe oder des Hüftgelenks und Muskelverletzungen werden vorgebeugt. Um ein intaktes schwungvolles Lebensnetz (Faszien-Netz) zu halten bzw. zu erlangen, ist Faszientraining unerlässlich. Man unterscheidet hierbei mehrere Arten von Faszientraining.

Übersicht der verschiedenen Faszienrollen:

Generell kann man sagen umso größer der Umfang der Faszienrolle ist desto weicher und leichter ist die Rolle in der Anwendung. Die Selbstmassage mit der Faszienrolle kann nämlich zu Beginn etwas schmerzhaft sein, weil das Fasziengewebe den Druck nicht gewöhnt ist.

Faszienrolle für Einsteiger und Schmerzempfindliche

Die Faszienrolle für Einsteiger und Schmerzempfindliche hat eine glatte Oberfläche, einen großen Umfang und ist weich. In unserem Onlineshop ist das die Faszienrolle “Gojal”. Durch die glatte Oberfläche lässt sich die Rolle leicht abrollen und massiert ganzheitlich die Faszien ohne zu stark bestimmte Triggerpunkte zu behandeln und ist demnach für sehr schmerzempfindliche Personen geeignet. Eine weiche Faszienrolle gibt etwas nach, wenn man mit seinem Körpergewicht darüber rollt. Dadurch tut die Eigenbehandlung mit der Rolle nicht so weh und man kann sich langsam an das richtige und regelmäßige Training mit der Rolle gewöhnen. Später, wenn das Gewebe nicht mehr so schmerzempfindlich ist, macht es Sinn auf ein härteres Modell umzusteigen.

Faszienrolle Gojal für Einsteiger

Faszienrolle leicht bis mittel stark

Die nächste Stufe sind die Faszienrollen “Ishana” und “Jatasura” die sich nur im Design voneinander Unterscheiden. Diese Faszienrollen haben im Gegensatz zur “Gojal” Noppen die sich an den Körper anschmiegen und dadurch etwas tiefer in das Gewebe eindringen. Sie haben den gleichen Umfang wie die “Gojal” sind aber durch die Noppen als leicht bis mittel stark einzuordnen.

Faszienrolle Ishana mit Noppen

Faszienrolle Jatasura mit Noppen

Die Faszienrolle “Anasuya” setzt noch einen drauf. Sie hat den gleichen Umfang und die gleichen Noppen, hat aber zusätzlich Abschnitte die eine Rillenform aufweisen. Durch diese Mischung aus Rillen und Noppen werden die Faszien besser bearbeitet und auf spezielle Triggerpunkte kann genauer eingegangen werden. Diese Rolle ist etwas stärker das die zuvor genannten, aber immer noch leicht bis mittel stark einzuordnen.

Faszienrolle Anasuya mit Noppen und Rillen

Mittel starke Faszienrolle

Aufgrund ihrer Wellenartigen Form lässt sich die Faszienrolle „Anila“ nicht so leicht abrollen. Diese Rolle ist mittel stark einzuordnen, obwohl sie vom Umfang her den gleichen Körper wie die Faszienrolle “Gojal” hat. Durch die Wellenform kann sie stark in das Gewebe eindringen und die tiefliegenden Faszien effektiv massieren. Doch Vorsicht in Bereichen in denen Du schon Beschwerden hast.

Wellenformartige Faszienrolle Anila

Starke Faszienrolle für Schmerzunempfindliche

Unsere stärkste Faszienrolle ist die “Andhera” da sie viel kleiner ist als alle anderen. Sie ist auch in verschiedenen Größen erhältlich um den Stärkegrad zu variieren. Diese Faszienrolle ist sehr hart und nur für Leistungssportler und schmerzunempfindliche Personen geeignet.

Starke Faszienrolle Andhera

Besondere Faszienrollen

Zum guten Schluss möchte ich dir noch andere Varianten von Faszienrollen vorstellen, die von der Ursprünglichen Form abweichen. Ich benutze gerne das “Black Cat Faszienset” hier sind neben einer Minifaszienrolle noch 2x Faszienbälle und ein Double Ball dabei. Mit den Bällen können ganz gezielt Verklebungen der Faszien bearbeitet und Verspannungen gelöst werden. Der Double Ball hilft perfekt das Gewebe links und rechts neben der Wirbelsäule zu lockern und Triggerpunkte zu bearbeiten.

Faszienset Black Cat

Welche Form die beste ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Einsteiger sind häufig zunächst mit einer Faszienrolle in der klassischen Form gut bedient. Später darf es dann ruhig etwas abwechslungsreicher werden.

Alle Faszienrollen findest Du in unserem Onlineshop in vielen fröhlichen Farben und jetzt weißt Du ja auch welche die richtige für Dich ist. Also, ab auf die Rolle und trainiere Deine Faszien 🙂

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Übungen zum Faszientraining:

Faszientraining – Übungen für den oberen Rücken
Faszientraining – Übungen für den unteren Rücken
Faszientraining – 5 Übungen für die Oberschenkel und gegen Cellulite
Faszientraining – 5 Übungen für Bauch, Po und die Waden
Faszientraining – 10 Übungen für den ganzen Körper

Ann-Christin

Hallo ihr Lieben, ich bin Ann-Christin, eure #DoYourSports Yogini. Ich beschäftige mich seit langem mit den verschiedensten Yogatechniken und bin auf dem Weg zur Yogalehrerin. Vorher habe ich jahrelang Kunstturnen betrieben und auch sonst probiere ich die verschiedensten Sportarten aus. Daher Freue ich mich hier meine Erfahrungen in Sachen Yoga, Fitness und Ernährung mit euch zu teilen.

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