DoYourOutdoor: Darum ist Radfahren gesund

Irgendwo im Keller, in der Garage oder im Schuppen hat fast jeder eine Leeze – wie das Fahrrad hier bei uns in Münster auch gerne genannt wird – stehen. Und oft steht sie da und steht und steht noch ´ne Runde. Wird alt, staubig und vom vielen Warten bekommt sie dann zu allem Übel auch noch Plattfüße … Und wenn der Besitzer dann mal alle Jubeljahre vorbeischaut, stellt er frustriert fest, dass das Rad nicht fahrbar ist und setzt sich wieder ins Auto.

Gut, ich gebe zu, dass ich auch lange Zeit selbst sehr kurze Wege „eben schnell“ mit dem Auto zurück gelegt habe. Aus Bequemlichkeit und reiner Gewohnheit! Ich habe gar nicht groß nachgedacht und mich einfach ins Auto gesetzt. Dass ich teilweise nur im Schneckentempo voran gekommen bin, weil eben viele Menschen diese Bequemlichkeit an den Tag legen und die Straßen einfach immer proppevoll sind und auch die Parkplatzsuche regelmäßig zu einer wahren Odyssee ausartete, hat mich zwar schon mächtig genervt, aber ich habe nicht weiter darüber nachgedacht. Ist halt so.

Und so war es, bis eines schönen Tages das  Auto nicht mehr ansprang. Und nun? Da war guter Rat teuer … Bus? Zu umständlich, zu lang… Aber da war doch noch was? Genau! Das verstaubte Fahrrad mit dem Plattfuß in der Garage. Das habe ich dann einfach mal mit der ebenfalls verstaubten Luftpumpe aufgepumpt und siehe da: die Luft blieb drin …

Und das war der wunderbare Beginn einer neuen Freundschaft.

Alltagsradeln lohnt sich!

fahrradfahren

Ich habe gemerkt, dass sich jede noch so kurze Strecke mit dem Rad wirklich lohnt und zwar nicht nur, weil ich dadurch Benzinkosten spare und der Umwelt etwas Gutes tue – ich fühle mich einfach fitter und komme weniger gestresst am Ziel an!

Auch wenn viele Menschen das alltägliche Radfahren nicht als Sport ansehen, ist es Bewegung – Bewegung, die viel bewirken kann!

Jede zurück gelegte Strecke mit der Leeze hat bereits einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Und es gibt viele Gelegenheiten, einfach mal auf´s Rad umzusteigen: der Weg zur Arbeit, zum Bäcker, zu Freunden, zum Arzt oder – und jetzt kommt´s – ins Fitnessstudio!

Ich muss doch immer etwas schmunzeln, wenn ich die vollen Parkplätze der Fitnessstudios sehe. Sportlich, sportlich 😉

Darum ist Radfahren richtig gesund

Radfahren verbrennt Kalorien

Mit Deinem Drahtesel kannst du bis zu 470 Kilokalorien pro Stunde verbrennen, allerdings musst Du dafür etwas fester in die Pedale treten und auf etwa 20 km/h die Stunde kommen. Das ist natürlich beim Alltagsradeln allein durch die vielen Stopps durch Ampeln und Co. nicht möglich, aber auch beim gemütlichen Radeln bleiben schon einige Kilokalorien auf der Strecke!

Das alltägliche Fahrradfahren regt den Fettstoffwechsel an

Gerade das gemütliche Radfahren unterstützt Deinen Fettstoffwechsel. Wie Du vielleicht weißt, wandelt der Körper etwa ab dem 30. Lebensjahr Muskeln langsam in Fettgewebe um. Durch gemütliches Radfahren kann der Körper wieder daran gewöhnt werden, die eigenen Fettreserven anzuzapfen. Das ist ganz ähnlich wie beim Laufsport: Hier kommt es nicht auf das Tempo, sondern auf die langen Belastungszeiten an.

Bei sportlichen Betätigungen werden in den ersten 30 bis 45 Minuten überwiegend Kohlenhydrate zur Energiegewinnung verbrannt, erst danach nutzt der Körper verstärkt seine eigenen Fettdepots.

Wer also etwas für seinen Fettstoffwechsel tun möchte, der sollte zweimal pro Woche in einem angenehmen Tempo eine gute Stunde radeln – das bringt schon eine ganze Menge!

Biken wirkt sich positiv auf Dein Herz aus

Wer häufiger auf den Drahtesel steigt, der stärkt nicht nur den gesamten Körper, sondern regt auch sein Herz-Kreislaufsystem an.

Außerdem – und das ist gerade auch für Sport(wieder)einsteiger nicht unwichtig – schont Fahrradfahren die Gelenke!

Ebenso wie das Schwimmen ist auch das Radeln hervorragend dafür geeignet, den Körper erstmal langsam in Schwung zu bringen und hier bei Bedarf auch ein paar Pfunde auf der Strecke zu lassen, ohne dass das zu Lasten der Gelenke geht.

Wer sich völlig untrainiert direkt auf´s Laufen oder ein intensives Fitnessprogramm stürzt, kann schon mal vorsichtshalber einen Termin beim Orthopäden machen, denn der Körper wird von 0 auf 100 nicht mitmachen und sich mit dem einen oder anderen körperlichen Wehwehchen revanchieren, das ist sicher.

Wer auf’s Rad steigt, sieht viel von der Welt

Im Vergleich zum Walken / Laufen kommst Du mit dem Fahrrad einfach schneller voran und siehst entsprechend mehr von Stadt und Land! Und das wiederum steigert die Motivation, auch am Ball zu bleiben und dann regelmäßig in die Pedale zu treten.

Radfahren für Geist und Seele

Und ganz nebenbei ist so eine Radtour auch einfach gut für Geist und Seele. Frische Luft, Bewegung, erhöhte Sauerstoffversorgung – all das sorgt dafür, dass Du Dich einfach besser fühlst.

Sportliche Betätigung sorgt für die Ausschüttung der Glückshormone Endorphin und Serotonin und die wiederum bescheren Dir rchtig gute Laune und beugen Stress vor.

Also, worauf wartest du noch?!

Meine persönlichen Tipps für Dich:

fahrradschloss

  • Fange langsam an und versuche, das Fahrrad mehr und mehr in den Alltag zu integrieren.
  • Achte darauf, dass Du über kurz oder lang ein Fahrrad findest, dass zu Dir passt.* Auch die Rahmengröße ist wichtig. Für den Alltagsbedarf sind schöne Holland- oder Trekkingräder gut geeignet. Der Gebrauchsmarkt ist riesig – da brauchst Du finanziell u.U. gar nicht so tief in die Tasche zu greifen! Wenn Du dann merkst, dass Du wirklich richtig viel mit dem Fahrrad unterwegs bist, dann darf es – wie bei mir jetzt – auch mal ein schönes neues sein ;-).
  • Schaue, dass Du mindestens einmal die Woche mindestens 45 Minuten radelst – Geschwindigkeit spielt erstmal keine Rolle. Du kannst dich einfach langsam steigern.
  • Wenn das Wetter schön ist, kannst Du nach der Arbeit z.B. einen „Umweg“ nehmen und dabei die Gegend erkunden. Bis Du zuhause bist, ist dann vielleicht auch schon der Stress von Dir abgefallen.
  • Du kannst Dir zur Motivation auch gerne eine App wie Runtastic runterladen und dann Deine Route über das Handy mitverfolgen. Ich liebe das, wenn ich die Stimme der Dame höre, die mir mitteilt, dass ich schon wieder einen Kilometer weiter bin! Um das Handy an meinem Fahrrad festzumachen, benutze ich eine spezielle Fahrradhalterung für Smartphones.
  • Und ganz wichtig: Ich habe IMMER ein Fahrradschloss dabei! Selbst, wenn ich nur mal eben schnell in den Supermarkt springe, schließe ich meine Leeze ab. In Deutschland werden jeden Tag mehr als 900 Fahrräder gestohlen, Deines sollte nicht dazu gehören. Also: unbedingt immer ein Fahrradschloss dabei haben!

* Das richtige Rad zu finden, ist manchmal nicht so einfach. In der nächsten Woche gehe ich nochmal darauf ein, worauf du beim Fahrradkauf achten solltest.

Kerstin

Namaste! Ich bin Kerstin und unterrichte seit gut anderthalb Jahren mit ganz viel Herzblut Yoga. Ausgebildet bin ich im Vinyasa-Stil, wobei ich viele andere Yogarichtungen und vor allem Entspannungstechniken in meinen Unterricht einfließen lasse. Für mich ist Yoga weitaus mehr als das Ausüben verschiedenster Körperhaltungen – Yoga ist eine wunderbare Lebensphilosophie, die dabei hilft, den Geist zu bändigen und durch Achtsamkeit im Hier und Jetzt anzukommen. Yoga ist Lebensfreude pur. Ich freue mich, dass ich das hier mit Euch teilen darf!

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