DoYourYoga Reihe – Teil 1: Hüftöffner

DoYourYoga Reihe Teil 1: Hüftöffner

Eine Yogastunde behandelt meist ein bestimmtes Thema bzw. Körperregion, die spezielle Wirkungen zur Folge haben. Es gibt zum Beispiel Vorbeugen, Rückbeugen, stehende Haltungen und so weiter. Ich möchte Dir in den nächsten Wochen einige dieser Themen vorstellen und beginne heute mit den Hüftöffnern:

Die meisten Menschen verbringen Ihren Alltag sitzend und nicht mehr in Bewegung, wie es zur Zeit der Jäger und Sammler war. Durch diesen Mangel an Bewegung verkürzen die Muskeln und es kommt zu Verspannungen und Blockaden, vor allem der hintere Oberschenkelmuskel. Verspannungen in der Muskulatur führen zu Bewegungseinschränkungen in der Hüfte, den Beinen und auch in der Wirbelsäule.

Diese mangelnde Flexibilität in der Hüfte führt häufig zu Rücken- und/oder Kniebeschwerden bis hin zu Haltungsschäden. Verursacht werden diese durch die Lendenwirbelsäule, die versucht dies auszugleichen. Ein offenes Becken ist unablässig für eine vollständige Dehnung der Wirbelsäule und auch für viele fortgeschrittene Yoga-Übungen.

Doch nicht nur körperlich Beschwerden werden durch die Hüftöffnung vermindert, auch seelische und geistige Blockaden befinden sich in unserem Becken. Hier stecken all unsere Emotionen, Blockaden und Verspannungen, die durch die Öffnung der Hüfte abgegeben werden und zu einer gesunden Psyche führen.

Je nachdem wie verkürzt Deine Bänder sind, solltest Du Dich nicht krampfhaft in eine Position drücken, sondern besonders vorsichtig sein und Hilfsmittel, wie z.B. einen Yogagurt nutzen. Mit der Zeit wird Dein Hüftgelenk beweglicher werden und die Yoga-Übungen fallen Dir leichter.

Fünf Übungen, die Deine Hüfte öffnen

Happy Baby Pose – ANANDA BALASANA

Die Übung “Happy Baby” hält was sie verspricht: Man fühlt sich wie ein Baby! Das Gehirn fährt runter, Stress wird abgebaut und der Körper entspannt sich und die Müdigkeit verschwindet. Aber nicht nur das: Diese Übung stärkt die Beine, die Oberschenkel und die Hüftmuskulatur. Sie dehnt die Leisten und macht die Hüften beweglicher. Falls Du nicht an Deine Füße kommst, kannst Du gerne einen Yogagurt zur Hilfe nehmen.

Yoga Übung: Happy Baby Pose

Für diese Pose legst Du dich auf den Rücken, streckst die Beine gebeugt zum Himmel und greifst Deine Füße von außen. Dabei achtest Du aber darauf, dass Deine Arme und Ellbogen innerhalb Deiner Beine bleiben. Nun ziehst Du Deine Beine nach außen und zu Dir und rollst mit dem Rücken nach links und rechts wie ein glückliches Baby.

Der liegende Schmetterling / Schusterhaltung im Liegen – SUPTA BADDHA KONASANA:

Der Schmetterling stimuliert die Eierstöcke, die Prostata und die Verdauungorgane. Die innere Oberschenkelmuskulatur und die Leiste wird gedehnt, wodurch sich Menstruationsbeschwerden vermindern lassen. Zudem hilft diese Übung leichte Depressionen zu vermindern und wirkt Müdigkeit entgegen. Die Übung kann sowohl im liegen, als auch in Verbindung mit einer Vorbeuge praktiziert werden.

Yoga Übung: Schmetterling

Setze Dich auf deine Matte und lege die Unterseiten Deiner Füße aneinander indem Du die Knie nach außen fallen lässt. Entweder legst Du dich jetzt nach hinten auf den Rücken und genießt die Dehnung oder aber Du umfasst Deine Füße und lehnst Dich (ohne viel Kraft!) nach vorne. Bleib für ca. 3 Minuten hier und Atme langsam und tief durch die Nase ein und aus. Um die Schmetterlings Position zu verlassen, lege Deine Hände neben bzw. hinter den Körper. Strecke langsam ein Bein nach dem anderen und bringe es nach vorne. Kreislauf ok? Dann kannst du jetzt aufstehen 🙂

Drehsitz – ARDHA  MATSYENDRASANA:

Durch diese Übung werden der große Pomuskel, die schrägen Bauchmuskeln, die breiten Rückenmuskeln und die Lendenmuskeln gedehnt. Die Wirbelsäule wird flexibler und das sympathische Nervensystem wird gestärkt. Diese Asana heilt allgemein nervöse Leiden. Die Massage, welche die Bauchorgane erfahren, führt Gifte ab, die beim Verdauen entstehen. Geistig wirkt es stressabbauend, nervenstärkend, beruhigend und harmonisierend.

Yogauebung-zum-Einschlafen-Ardha-Matsyendrasana

Setze Dich mit gestreckten Beinen aufrecht auf die Matte und ziehe die Fußspitzen zu dir heran. Achten hier wie oben schon beschrieben darauf, dass Deine Wirbelsäule gerade gestreckt ist und Du Deine Schultern von Deinen Ohren wegziehst. Stelle nun Dein rechtes über dein linkes Bein auf, umfasse mit dDinem linken Arm dein rechtes Bein. Mit der nächsten Ausatmung drehst Du Dich nach hinten, stellst Deine rechte Hand hinter deinem Gesäß auf und schaust über Deine rechte Schulter. Halte diese Übung 30 Sekunden und wechsle die Seite.

Krähe – BAKASANA:

Die Krähe stärkt die Armmuskeln, das Gleichgewicht und die Koordination. Sie hilft Dir Deine Nerven gesund zu halten und beugt so allen Nervenproblemen vor. Dein Pomuskel wird gedehnt und Dein Trizepz, Deine Unterarmmuskulatur, Deine Bauch. und Schultermuskeln werden gestärkt. Durch diese Übung entwickelst Du Selbstbewußtsein, Mut, Konzentration und Willenskraft, wobei die Übung gleichzeitig aktivierend und harmonisierend wirkt.

Yogaübung Krähe

Hocke Dich hin und setzte die Hände weit aufgefächert vor Dir auf. Jetzt “klemme” Deine Knie in deine Achselhöhle ODER lehne sie gegen Deine Oberarme und verlagere langsam Dein Gewicht nach vorne bis Du auf deinen Armen stehst.

Die Taube – EKA PADA RAJAKAPOTASANA I:

Die Taube bewirkt eine sehr starke Hüftöffnung und ist somit ideal, um seelischen Ballast loszulassen. Sie fördert eine gerade Körperhaltung und balanciert das Körperzentrum aus. Auch fördert sie Leichtigkeit und Kraft und beruhigt ungemein den Geist.

Yoga Übung: Taube

Setze Dich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden und winkle dann beide Beine an, so dass sich die Fußsohlen vor Deiner Hüfte berühren. Führe jetzt das linke Bein nach hinten. Richte Dein Schienbein parallel zur Matte aus. Strecke das hintere Bein. Deine Hüfte sitzt tief und kippt leicht nach vorne. Dein rechtes Bein liegt angewinkelt und flach auf dem Boden. Der Fuß ist geflext. Bei Knieproblemen lege eine Decke oder ein flaches Kissen unter Deine Knie. Als Variation und für mehr Dehnung kannst Du Deinen Oberkörper über dem rechten Bein ablegen. Dabei sind deine Arme gestreckt und Deine Stirn liegt auf dem Boden. Wiederhole die Übung mit dem rechten Bein nach hinten.

Weitere Artikel aus dieser Reihe:

DoYourYoga Reihe Teil 2: stehende Haltungen

DoYourYoga Reihe Teil 3: Stärung des Zentrums und der Balance

DoYourYoga Reihe Teil 4: Liegende Haltungen

DoYourYoga Reihe Teil 5: Drehungen / Twists

DoYourYoga Reihe Teil 6: Vorbeugen

DoYourYoga Reihe Teil 7: Rückbeugen

Ann-Christin

Hallo ihr Lieben, ich bin Ann-Christin, eure #DoYourSports Yogini. Ich beschäftige mich seit langem mit den verschiedensten Yogatechniken und bin auf dem Weg zur Yogalehrerin. Vorher habe ich jahrelang Kunstturnen betrieben und auch sonst probiere ich die verschiedensten Sportarten aus. Daher Freue ich mich hier meine Erfahrungen in Sachen Yoga, Fitness und Ernährung mit euch zu teilen.

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