DoYourYoga Reihe – Teil 2: Stehende Haltungen

DoYourYoga-stehende-Haltungen

Wie letzte Woche schon angekündigt, kommt hier das zweite Thema unserer Yogareihe. Diese Woche möchte ich Dir die „stehenden Haltungen“ einmal näher bringen. Bei den stehenden Haltungen machen wir uns unsere Körpergröße zu Nutze. Wir erfahren hierdurch die Höhe unseres Körpers und geben unseren Organen somit Platz zum arbeiten.

Vorab ist noch wichtig, dass sich die einzelnen Positionen nicht immer nur einer Kategorie zuordnen lassen. Oft hat eine Yogaübung gleich zwei oder sogar mehrere Funktionen. Die “ganze stehende Vorbeuge” ist beispielsweise nicht nur eine stehende Haltung, sondern auch gleichzeiting eine Vorbeuge. Somit kannst du in vielen Positionen Deinem Körper auf vielfache Weise etwas Gutes tun!

Genau wie die Hüftöffner haben natürlich auch die stehenden Haltungen positive Wirkungen auf Körper und Geist. Stehende Asanas fördert die Balance, stärken die Wirbelsäule, dehnen den Brustkorb, verbessern die Haltung und stärken Oberschenkel, Knie und den unteren Rücken. Geistig helfen sie Dir dabei, Dein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen, Klarheit zu schaffen und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Berghaltung – tadasana

Der Berg verbessert die Körperhaltung, sorgt für eine ruhige Atmung und reduziert den Stress merklich. Zudem fördert diese Übung die Aufmerksamkeit und die Konzentration und ist eine Wohltat für Deine Füße. Und sie schafft eine positive Auf- und Ausrichtung.

Yoga: Tadasana / Berghaltung

Stelle Dich hin und stelle Dir eine gerade von Deinem Scheitel bis zu Deinen Füßen vor. Deine Kopfeskrone zieht in Richtung Himmel. Deine Füße bleiben geschlossen, Deine Schultern sind entspannt und Dein Blick geht entspannt in Richtung Horizont. Deine Hände nimmst Du in Anjali Mudra vor Dein Herz. Wenn Du möchtest, kannst Du die Augen auch schließen!

Der hohe Ausfallschritt – High Lunge

Die Krieger 1 Haltung öffnet das Nabel Chakra (Manipura) und das Wurzel Chakra (Muladhara) und energetisiert die gesamte Wirbelsäule. Zudem stärkt er die Oberschenkel und die Schultern und mindert (richtig ausgeführt!) Schmerzen im unteren Rücken.

Yoga: Virabhadrasana 1 / Krieger 1

Mache einen großen Schritt nach vorne und “setze” Dich in die Position. Dein vorderes Bein hat wenn möglich einen 90 Grad Winkel und das hintere ist gestreckt. Dein vorderes Knie und Deine Ferse sind auf einer Linie, genau wie beide Füße. Deine Arme streckst Du parallel nach oben und Dein Kopf schaut nach vorne (besonders bei Nackenschmerzen).

Krieger 2 – virabhadrasana 2

Diese Übung steigert Deine Konzentration und Deine Balance, auch öffnet sie Deinen Brustkorb (dein Yogisches-Herz), Deine Lunge und Deine Schultern. Zudem stärkt es Dein Selbstbewusstsein und Deine Ausdauer.

Yoga: Virabhadrasana 2 Krieger 2

Vom hochen Ausfallschritt kannst Du sofort in den Krieger 2 wechseln, indem Du die hintere Ferse zu einer Seite drehst und Deine Hüfte und Oberkörper auch. Manchmal muss man den Schritt etwas erweitern und mit der Hüfte weiter nach unten gehen, da man in dieser Haltung flexibler ist. Das Knie bleibt über der Ferse, pass aber auf das es bei dieser Position nicht nach innen kippt. Deine Arme streckst Du aus und dein Blick geht über den Mittelfinger der vorderen Hand. Auch solltest Du während der gesamten Haltung Dein Becken nach vorne Kippen, um Deinen unteren Rücken zu schützen.

Der Baum – vrksasana

Der Baum stärkt die Wirbelsäule, erleichtert Ischiasbeschwerden und reduziert Plattfüße. Zudem unterstützt der Baum Deine Verwurzelung mit der Welt und erdet Dich wieder. Er entspannt und befreit Dein Inneres und Deinen Geist.

Vrksasana / Der Baum

Du stellst Dich aufrecht hin und winkelst Dein Bein so an, dass es von Dir weg steht. Entweder stellst Du Deine Fußsole unterhalb oder überhalb Deines Knies auf Deinem Standbein ab. Dein Gesicht bleibt entspannt und du nimmst die Hände über Deinem Kopf zusammen.

Ganze stehende Vorbeuge – Uttanasana

Die ganze stehende Vorbeuge dehnt die Rücken und Oberschenkelmuskulatur. Entspannt die Augen und wirkt beruhigend auf das gesamte Nervensystem.

Uttanasana / Ganze stehende Vorbeuge

Nimm die Berghaltung ein: Schließe die Beine, stelle Dich aufrecht hin und nimm die Hände über Deinen Kopf. Bei der nächsten Ausatmung lässt Du Dich nach unten hängen. Lasse Deinen Kopf schwer und locker nach unten hängen und versuche wahlweise, Deine Beine oder Fersen mit den Händen zu umschließen.

So, jetzt wünsche ich Dir ganz viel Spaß bei den stehenden Haltungen und freue mich auf nächste Woche und auf ein weiteres interessantes Yoga Thema.

Weitere Artikel aus dieser Reihe:

DoYourYoga Reihe Teil 1: Hüftöffner

DoYourYoga Reihe Teil 3: Stärung des Zentrums und der Balance

DoYourYoga Reihe Teil 4: Liegende Haltungen

DoYourYoga Reihe Teil 5: Drehungen / Twists

DoYourYoga Reihe Teil 6: Vorbeugen

DoYourYoga Reihe Teil 7: Rückbeugen

Ann-Christin

Hallo ihr Lieben, ich bin Ann-Christin, eure #DoYourSports Yogini. Ich beschäftige mich seit langem mit den verschiedensten Yogatechniken und bin auf dem Weg zur Yogalehrerin. Vorher habe ich jahrelang Kunstturnen betrieben und auch sonst probiere ich die verschiedensten Sportarten aus. Daher Freue ich mich hier meine Erfahrungen in Sachen Yoga, Fitness und Ernährung mit euch zu teilen.

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