DoYourYoga Reihe – Teil 4: Yoga für schlanke Beine

Yoga für schlanke Beine

Kommen wir nun zur letzten Problemzone mit der ich mich beschäftigen möchte: die Beine! Schöne schlanke Beine wirken einfach sexy und verführerisch und jeder wünscht sich in kurzen Shorts oder engen Leggings gut auszusehen und möchte sich nicht verstecken müssen. Wie Du Deine Problemzone Beine mit Yoga in den Griff bekommst zeige ich Dir daher in diesem Artikel.

Ursachen für zu dicke Beine

Die Beine gehören genauso wie die Hüfte und der Po zu den Zonen an denen sich, vor allem bei Frauen, schnell und gerne Fett ansammelt. Es gibt drei Ursachen für zu dicke Beine:

Adipositas:
Adipositas ist eine sehr ausgeprägte Form des Übergewichts und ist sogar schon als Krankheit einzustufen. Ursachen dafür sind ganz unterschiedlich, sie können sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein. Meist ist jedoch ein Teufelskreis die Ursache. Durch Unzufriedenheit im Alltag belohnen sich die Menschen mit Essen um sich danach besser zu fühlen. Durch das Übergewicht fühlen sie sich aber weiterhin unwohl und versuchen diese negativen Gefühle durch Essen zu kompensieren.

Lymphödem:
Dicke Beine müssen jedoch nicht nur oder nicht immer mit Übergewicht verbunden sein. Mitunter leiden Frauen oder Männer unter Wasser in den Beinen oder geschwollenen Beinen aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden. Venenprobleme führen zu dicken, schweren Beinen, die vor allem nach langem Sitzen oder Stehen geschwollen sind.

Hormonstörungen oder Stoffwechselstörungen:
Auch Hormonstörungen und Stoffwechselstörungen können für dicke Beine verantwortlich sein.

Frauen mit überschüssigem Fett an den Beinen zeigen sich nicht gerne in engen und kurzen Kleidern. Besonders beeinträchtigt fühlen sich Personen, deren Körper eher schlank gebaut ist und deren Figur durch die dicken Beine eine A-Form oder Birnenform annimmt. Während zu dicke Beine, im Gegensatz zum Bauchfett, gesundheitlich eigentlich unbedenklich sind – abgesehen von Venenproblemen – stellen sie eine nicht unerhebliche Belastung für die Seele dar, denn die betroffenen Personen fühlen sich in ihrer eigenen Haut nicht wohl und leiden zum Teil unter Minderwertigkeitsgefühlen.

Sechs Yogaübungen für schöne Beine

1. Übung: Der herabschauende Hund

Auch hier fangen wir mit dem herabschauenden Hund an. Mit einer Einatmung stellst Du die Füße auf und mit der nächsten Ausatmung hebst Du die Knie an, streckst die Beine durch, Dein Po geht Richtung Himmel, Dein Rücken ist gerade. Achte darauf, dass kein Gewicht auf Deinen Schultern oder Deinem Nacken liegt. Deine Arme übernehmen hier die Arbeit, deswegen solltest Du auch Deine Finger spreizen, damit sich das Gewicht besser verteilt. Die Ellbogen zeigen dabei nach außen. In dieser Position bleibst Du mehrere Atemzüge und ziehst Deinen Rücken schön in die Länge. Beuge und strecke die Beine abwechselnd und dehne damit die vorderseite Deiner Oberschenkel.

Yoga für schlanke Beine

2. Übung: Die Stuhlposition

Beuge Deine Beine und halte die Fußknöchel zusammen. Verlagere das Gewicht etwas auf die Fersen und presse die Knie zusammen, damit sie auf einer Höhe bleiben, dadurch bleibt automatisch auch Deine Hüfte parallel. Hebe die Arme nach oben und lege, wenn möglich, die Handflächen aufeinander. Ziehe mit dem Kopf nach oben, auch Dein Blick geht leicht nach oben. Bei der Einatmung ziehst Du das Brustbein sanft nach oben, die Schultern bleiben geöffnet und entspannt. Die Schulterblätter ziehen nach hinten und unten. Mit jeder Ausatmung “setzt” Du Dich etwas tiefer. Du wirst merken wie Deine Beine zu brennen anfangen!

Yoga für schlanke Beine

3. Übung: Der friedvolle Krieger

Mach einen tiefen Ausfallschritt und drehe den hinteren Fuß um 90° Grad zur Seite. Führe den vorderen Arm nach oben, so dass Du eine Dehnung in der Körperseite spürst ohne auf der anderen Seite einzuknicken. Mit dem anderen Arm ziehst Du so weit wie möglich das hintere Bein entlang. Ziehe Deine Wirbelsäule mit der Einatmung in die Länge und mit der Ausatmung lässt Du die Hüfte weiter sinken. Dein Blick geht leicht nach oben.

Yoga für schlanke Beine

4. Übung: Die sitzende Vorbeuge in weiter Grätsche

Für die Vorbeuge in weiter Grätsche stellst Du Dich mit so weit geöffneten Beinen wie Möglich auf Deine Matte. Deine Fußkanten richtest Du parallel zu den Mattenkanten aus. Mit der Einatmung streckst Du Deine Wirbelsäule in Richtung Himmel und mit der Ausatmung beugst Du Dich aus der Hüfte nach vorne und ziehst mit Deiner Kopfeskrone in Richtung Boden. Die Beine bleiben die ganze Zeit angespannt und Deine Wirbelsäule gerade. Dein Nacken und Dein Kopf tragen hierbei kein Gewicht und sind nicht angespannt. Das Steißbein und die Gesäßknochen ziehen in Richtung Himmel. Wenn Dein Kopf den Boden berührt, verkleinere den Schritt etwas.

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5. Übung: Der liegende Held

Komm in den Kniestand und bringe die Füße etwas mehr als hüftweit auseinander. Schiebe mit einer Hand Deine Wade sanft nach hinten. Lass ausreichend Platz zwischen Deinen Füßen um Dich dazwischen setzen zu können. Dein Spann liegt auf dem Boden und die Füße sind eng an den Hüften. Nun richtest Du Dich mit der Einatmung auf und mit der Ausatmung stützt Du Dich zunächst auf die Unterarme und dann auf den Rücken. Hebe das Brustbein an und behalte die Länge in der Wirbelsäule. Lege die Arme entweder neben dem Körper oder über dem Kopf ab. Schiebe Dein Steißbein nach hinten und presse die Oberschenkel aneinander und den Spann in den Boden. Entspanne Dich in dieser Position und spüre die intensive Dehnung in der Oberschenkelvorderseite.

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6. Übung: Die Hand-Zeh-Haltung

Finde einen festen Stand in Deinem Standbein und verteile das Gewicht auf den ganzen Fuß. Beuge das andere Bein und greife nach dem großen Zeh und strecke das Bein nach vorne oder zur Seite aus. Deine Hüfte bleibt dabei parallel ausgerichtet. Richte mit der Einatmung den Oberkörper auf, ziehe Dich über die Krone des Kopfes nach oben und presse den Fuß des Standbeins fest in den Boden. Hebe das Brustbein dabei leicht an. Mit der Ausatmung ziehst Du das Bein sanft näher zum Körper heran und schiebst das Steißbein nach unten.

die-hand-zeh-haltung

So, nun habe ich alle Problemzonen besprochen und Dir die passenden Übungen dazu gezeigt. Du kannst Dir natürlich auch aus jedem Bereich eine Übung nehmen und so ein Ganzkörpertraining zusammen stellen oder nur aus den Bereichen, die für Dich in Frage kommen.

Ich wünsche Dir nun viel Spaß bei den Übungen!

Weitere Yogaübungen gegen Problemzonen:

DoYourYoga Reihe Teil 1: Yoga für straffe Oberarme

DoYourYoga Reihe Teil 2: Yoga für einen knackigen Hintern

DoYourYoga Reihe Teil 3: Yoga für einen flachen Bauch

Ann-Christin

Hallo ihr Lieben, ich bin Ann-Christin, eure #DoYourSports Yogini. Ich beschäftige mich seit langem mit den verschiedensten Yogatechniken und bin auf dem Weg zur Yogalehrerin. Vorher habe ich jahrelang Kunstturnen betrieben und auch sonst probiere ich die verschiedensten Sportarten aus. Daher Freue ich mich hier meine Erfahrungen in Sachen Yoga, Fitness und Ernährung mit euch zu teilen.

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2 Discussion to this post

  1. Britta sagt:

    Das oben beschriebene „Lipödem“ (Fettverteilungsstörung) entspricht dem Krankheitsbild eines Lymphödem ( Wassereinlagerungen)

    • Ann-Christin sagt:

      Hallo liebe Britta,

      danke für Deinen Hinweis! Du hast natürlich Recht und ich habe es sofort verbessert!

      Liebe Grüße,
      Ann-Christin

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