Das Sakralchakra – finde mit Yoga Deine kreative Ader

Das zweite Chakra ist das Sakral- oder Svadhisthana Chakra. Es ist in der unteren Bauchregion nahe Deiner Sexualorgane im Bereich des Kreuzbeines (eine Handbreit unter dem Nabel) zu finden und es verbindet uns mit dem Element Wasser.

Das Sakralchakra lehrt uns, mit dem Leben zu fließen und steht für Themen wie Kreativität, Sinnlichkeit und auch Leidenschaft. Ihm wird die Farbe Orange zugewiesen, die gerne mit Lebensfreude und Sinnlichkeit verbunden wird.

Wenn das zweite Chakra blockiert ist, dann kann durch verschiedene Prägungen das eigentliche Verlangen unterdrückt sein. Auch vergangene Erfahrungen oder Traumata wie sexueller Missbrauch können zu einer Störung (auch im sexuellen Bereich) führen. Menschen mit blockiertem Sakralchakra sind oft müde und lustlos, haben wenig Zugang zum eigenen Körper und können das Leben nicht richtig genießen.

Menschen mit einem geöffneten Sakralchakra hingegen sprühen vor Lebensenergie und ihr Leben ist im Fluss. Sie genießen das Leben mit allen Sinnen, man merkt, dass ihnen das Leben schmeckt! Auch, wenn mal etwas nicht so läuft, können Menschen mit einem geöffneten zweiten Energiezentrum das so nehmen, wie es gerade ist.

 

Fünf Übungen zur Stärkung deines Sakralchakras

Besonders Hüftöffner und Vorbeugen aktivieren Dein zweites Chakra.

Blockaden im Svadhisthana-Chakra machen sich häufig in einer steifen Hüfte bemerkbar. Alte Gefühle setzen sich gerne hier fest. Asanas, in denen Deine Hüfte mobilisiert wird, helfen Dir dabei, Verspannungen in diesem Bereich zu lindern und alte Emotionen loszulassen. Ganz nebenbei wird dabei auch das Svadhisthana-Chakra geöffnet, dass Dich wieder zurück in den Lebensfluss bringt und Deine Lust und Sinnlichkeit wieder aufblühen lässt.

Auch Vorbeugen – insbesondere, wenn der Bauch die Oberschenkel leicht berührt – lenken die Aufmerksamkeit in das Svadhisthana-Chakra. Intensiv wahrzunehmen, wie die Bauchdecke sich ständig im Fluss der Atmung auf und ab bewegt, lässt uns den Lebensfluss spüren. Das leichte Auf und Ab, Ein und Aus symbolisiert ein wenig den beständigen Fluss – alles ist in einer immerwährenden Veränderung.

Vorbeugen stehen auch für Hingabe und lehren uns Demut. Je mehr Du loslässt, desto tiefer sinkst Du ins Vertrauen. Lasse los. Alles wird gut.

Mit den folgenden Übungen vereinst Du Qualitäten von Vorbeugen und Hüftöffner miteinander.

 

Eka Pada rajakapotanasana  – die Taube

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Komme in den Vierfußstand. Von hier aus nimmst Du den rechten Fuß nach vorne zwischen die Hände und lässt Dein rechtes Knie nach außen gleiten; der Unterschenkel ist – wenn möglich – parallel zu den Mattenaußenkanten, ansonsten ziehe die Ferse in Richtung Beckenboden. Das linke Bein gleitet nach hinten aus.
Dann rundest Du langsam den Oberkörper und lässt Dich achtsam nach vorne sinken – die Arme liegen locker neben dem Kopf.

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Diese Position ist sehr anspruchsvoll, so dass es gerade am Anfang hilfreich und angenehm ist, sich ein Bolster zu nehmen und den Oberkörper darauf abzulegen. Weiterhin hilfreich kann es sein, wenn Du einen Block / Decke(n) unter der linken Hüfte oder auch der rechten Gesäßhälfte platzierst. Verweile in dieser Position, so lange es Dir angenehm ist – dann wechsle die Seite.

Gomukhanasana – das „Kuhgesicht“

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Setze Dich auf den Boden und schlage Deine Beine so übereinander, dass ein Knie genau über dem anderen liegt. Deine Fersen ziehst Du in Richtung Gesäß. Den Arm, der dem oberen Knie gegenüberliegt, winkelst Du an und führst ihn weit ab den Körper, mit der anderen Hand kannst Du am Ellbogen sanft nachschieben.
Den anderen Arm führst du jetzt von unten hinter den Körper und greifst die Fingerspitzen oder das Handgelenk des oberen Arms. Hier kannst Du auch einen Yogagurt als Armverlängerung zur Hilfe nehmen. Mit der Einatmung ziehst Du Deine Wirbelsäule lang und ausatmend beugst Du Dich aus der Hüfte heraus nach vorne. Dein Steißbein schiebst Du nach unten. Der Rücken bleibt gerade und Du drückst mit dem Kopf leicht gegen Deinen Arm, um auch die Öffnung der Schulter beizubehalten. Verweile ein paar tiefe Atemzüge in dieser sehr intensiven Haltung und wechsle dann die Seite.

gomukhanasana3

Wenn Dir das erstmal zu viel ist, dann nimm nur die entsprechende Sitzposition ein, beuge Dich so nach vorne und dann halte auch hier für einige tiefen Atemzüge.

Im Flow: Trikonasana – Dreieck und Parsvottanasana – Brust-Bein Dehnung

trikonasana

Du stehst seitlich auf Deiner Matte in Tadasana. Atme tief ein und komme in eine für Dich angenehme, weite Grätsche. Drehe den vorderen Fuß nach vorne, der hintere Fuß ist parallel zur Mattenaußenkante. Strecke Deine Arme auf Schulterhöhe zur Seite heraus. Schiebe Deine Hüfte nach hinten (links) heraus und strecke die rechte Hüfte nach vorne, dabei ziehst Du Deine Seite so lang wie möglich. Atme aus und bringe Deine Hand nach unten. Wenn es Dir möglich ist, umfasse Deinen rechten großen Zeh. Wenn die Beweglichkeit noch nicht da ist, lege Deine Hand einfach auf Dein Schienbein oder das Sprunggelenk, den anderen Arm streckst Du mit der nächsten Einatmung gerade nach oben aus, so dass die Arme eine vertikale Linie ergeben. Aktiviere Deine Oberschenkel und drehe sie aktiv voneinander weg. Dein gesamter Körper ist so ausgerichtet, als ob er zwischen zwei Glaswänden steht. Wenn es Dein Nacken erlaubt, schau nach oben zu Deiner linken Hand. Und dann bleibe hier für mindestens fünf tiefe Atemzüge.

brust-bein-dehung

Dann kommst Du mit Deinem Oberkörper wieder etwas höher, drehst den hinteren Fuß auf 90 Grad nach vorne, drehst Deine Hüfte nach vorne zum rechten Bein, das weiterhin ausgestreckt bleibt. Ziehe die Arme lang und beuge Dich langsam nach vorne. Komme nur so tief, wie es Dir angenehm ist. Verweile auch hier mindestens 5 Atemzüge in der Vorbeuge. Wechsle die Seiten.

Bhekasana – der Frosch (intensiver Hüftöffner)

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Komm in den Vierfüßler und bringe Deine Knie so weit wie möglich auseinander, indem Du sie nach außen zu den Mattenkanten schiebst. Dann neige den Oberkörper nach vorne. Verweile hier für mehrere Atemzüge.

Variante:

bekasana-variante

Diese vorgestellten Übungen entspannen die Muskeln und Verspannungen rund um die Hüfte und Gelenke und  können sich auf eine ganz intensiven Art und Weise Deinen Geist und Deine Emotionen beeinflussen.

Meditation

Begib Dich in einen aufrechten Sitz Deiner Wahl. Finde Dich hier in Ruhe ein und beobachte für eine Weile Deinen Atem. Dann richte die Aufmerksamkeit  auf Dein zweites  Energiezentrum, dass sich etwa eine handbreit unter Deinem Nabel nach vorne öffnet.

Verweile dort, ohne Absicht, ohne Erwartungen. Nimm einfach wahr, wie es sich hier anfühlt. Deine reine Aufmerksamkeit bewirkt eine sanfte Belebung des Sakralchakras. Du spürst, wie es langsam und stetig zu kreisen beginnt. Schneller und lebendiger als beim Wurzelchakra. Es fühlt sich ein wenig so an, wie ein tanzender Wasserstrudel. Mit jedem Kreisen verstärkt sich hier ein intensives orangefarbenes Licht. Wenn Du magst, dann stärke die Visualisierung mit der Affirmation „Ich fließe mit dem Leben“, „Ich bin kreativ“ oder „Ich genieße das Leben!“ Verweile hier, so lange es Dir gut tut.

Im Alltag

Wenn Du in Deinem Alltag dafür sorgen möchtest, mehr ins Fließen zu kommen, dann verbinde Dich mit dem Element Wasser. Gehe schwimmen, verbringe Zeit am Meer und trinke viel!

Und schaue, dass Du in Schwung kommst. Treibe Sport, werde kreativ, singe, tanze. Zeige dem inneren Schweinehund die rote Karte und verbanne die Couch aus dem Wohnzimmer :-).

Jetzt aber nichts wie los und lasse Dir Dein Leben wieder richtig gut schmecken!

 

Kerstin

Namaste! Ich bin Kerstin und unterrichte seit gut anderthalb Jahren mit ganz viel Herzblut Yoga. Ausgebildet bin ich im Vinyasa-Stil, wobei ich viele andere Yogarichtungen und vor allem Entspannungstechniken in meinen Unterricht einfließen lasse. Für mich ist Yoga weitaus mehr als das Ausüben verschiedenster Körperhaltungen – Yoga ist eine wunderbare Lebensphilosophie, die dabei hilft, den Geist zu bändigen und durch Achtsamkeit im Hier und Jetzt anzukommen. Yoga ist Lebensfreude pur. Ich freue mich, dass ich das hier mit Euch teilen darf!

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