Yogamatten im Alltagstest: Was muss eine gute Yogamatte können?

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Kurz gesagt: Worin unterscheiden sich die Yogamatten überhaupt? Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Anbieter am Markt und es ist schwer eine gute Yogamatte zu „identifizieren“.

Die gängigen Materialien reichen von PVC, TPE über Jute bis zu Naturkautschuk in Öko-Qualität.

Grundsätzlich sollten Yogamatten rutschfest sein, einen guten Halt für Hände und Füße bei verschiedenen Asanas haben z.B. wie dem herabschauenden Hund und genügend Dämpfung mitbringen um bei längerer Nutzung Schmerzen im Gelenk vorzubeugen.

Zu guter Letzt spielt der Preis natürlich auch eine Rolle.

Auch scheint die Optik für viele Yogis mittlerweile einen höheren Stellenwert eingenommen zu haben.

1.Rutschfestigkeit

Vergleicht man die Beschreibungen der Hersteller fällt eines sofort auf: Alle – wirklich alle! – Yogamatten werden als „rutschfest“ umworben. Hat man jedoch erst einmal angefangen während den Yogaübungen an den Händen und Füßen zu schwitzen, trennt sich die Spreu vom Weizen recht schnell. Das Problem liegt hier aber primär in der Oberflächenstruktur und nicht am verwendeten Material. Pauschale Aussagenwie z.B. Kautschuk ist besser als PVC oder „nichts geht über eine Jute-Matte“ sind kritisch zu sehen. Naturkautschuk hat sicherlich aufgrund der offenen Poren und der hierausentstehenden großen Oberfläche einen Vorteil. Fraglich ist aber, ob dies den höheren Preis rechtfertigt. Auch kann man beim Design bzw. der Herstellung von Kautschukmatten einiges falsch machen.

2.Dämpfung

Material: Maßgeblich für die Dämpfung einer Yogamatte ist das verwendete Material in Verbindungen mit der Dicke.
Gute Dämpfung bieten Materialien wie TPE, PVC und Naturkautschuk.

Reine Jute-Yogamatten hingegen sind aufgrund der härteren chemischen Zusammensetzung rau und daher weniger dämpfend. Ein guter Kompromiss ist hier sicherlich eine Jute-PVC-Yogamatte die beide Eigenschaften vereint und optisch sehr ansprechend wirkt.

Dicke der Matte: Yogamatten sind generell zwischen 0,15cm(Reiseyogamatten) und 0,8cm dick.

Empfindliche Yogis greifen natürlich auf eine etwas dickere Variante zurück, nehmen aber hierdurch die schlechtere Balance in Kauf.

Als „Standard-Dicke“ gilt wohl im Allgemeinen 0,5cm. Diese Dicke ist ein guter Kompromiss aus Dämpfung und Balance.

Als kleine Hinweis: Fitnessmatten eignen sich NICHT für Yogaübungen, weil man nahezu keinen Halt bei den Asanas findet.

3. Materialdichte

Gute Yogamatten weisen bei gleichem Erscheinungsbild eine höhere Dichte auf als vergleichsweise günstige Yogamatten. Je dichter das Material, desto niedriger ist der Verschleiß und auch das Ausrollen erfolgt wesentlich leichter. Da man mit bloßem Auge die Dichte nicht erkennen kann, sollte man folgenden Richtwert beachten: Gute Matten wiegen bei einer Größe von 183x61x0,5 zirka 1250-1350 Gramm.

4.Nutzungszeit einer Yogamatte

Es ist wie immer im Leben: Nichts hält ewig. Dies gilt besonders für aktive Yogis, die ihre Matte regelmäßig und intensiv nutzen. Schäden an Yogamatten passieren meist unbewusst und sind daher besonders ärgerlich. So sind lange Fußnägel eine echte Gefahr für jede Yogamatte. Auch sollte man insbesondere bei Kautschukmatten eine direkte Lagerung im Sonnenlicht tunlichst vermeiden. Hierdurch wird der Alterungsprozess beschleunigt und die Matte wird porös. Eine gute Pflege, regelmäßiges (nicht übermäßiges) Reinigen und ein guter Lagerort erhöhen die Langlebigkeit. Sollte das Ende des Lebenszyklus eurer Yogamatte erreicht sein, freut euch einfach über die Möglichkeit etwas Neues auszuprobieren.

5. Umweltfreundlichkeit und Produktionsbedingungen

Produktionsbedingungen

Die Herstellungsbedingungen von Yogamatten lassen sich für den Endverbrauchernur schwer nachvollziehen. Viele Hersteller sind allerdings heutzutage bereit auf Nachfrage genauere Auskunft zu erteilen über die Produktionsbedingungen vor Ort. Die meisten Yogamatten kommen natürlich aus China, einer aufstrebenden Industrienation in Asien. Die Bedingungen vor Ort haben sich in den letzten 10 Jahren erheblich verbessert und die Arbeiter in den Fabriken genießen einen weitaus höheren Lebensstandard als in der Vergangenheit.

Als kleine Anmerkung in Bezug auf unsere Produktion: Ein Mitarbeiter fliegt in regelmäßigen Abständen nach China und erkundigt sich vor Ort bei unseren Lieferanten über die Bedingungen. Hierzu besucht er auch die einzelnen Fabriken und schaut sich die Produktionsbedingungen an. Wir haben unsere Fabrikanten mit großer Sorgfalt ausgewählt und unterhalten teilweise seit Jahren familiäre Beziehungen zu einzelnen Fabrikanten. Aus diesem Grund mussten wir noch nie eine Produktion aus ethnischen Gründen verschieben oder an einen anderen Fabrikanten weitergeben.

Umwelt

Eine grobe Einteilung der Umweltfreundlichkeit von Yogamatten lässt sich wie folgt vornenehmen.

Schurwolle > Naturkautschuk > Jute / Korke > TPE > PVC

Der Großteil an umweltbewussten Yogis verzichtet bewusst auf PVC-Matten und greift auf TPE oder Naturkautschuk zurück.

7. Einfarbig war gestern

Auch für Yogamatten gilt : Sehen und gesehen werden.

Viele Yogis möchten sich heutzutage von der Masse abhebenund verzichten bewusst auf einfarbige Matten. Materialmixe wie z.B. Jute/PVC bieten einen optischen Anreiz beim Yogatraining. Seit knapp zwei Jahren erfreuen sich auch „Printed Yogamats“ einer steigenden Beliebtheit und stehen für eine neue Generation an Yogis. Die Matte wird immer mehr zum Modeobjekt und dementsprechend nimmt die Vielzahl an Angeboten stetig zu.

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2 Discussion to this post

  1. Lukas sagt:

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